Sueca
im Dezember 2004
Ihr geliebten Freunde,
Vielen Dank für all die Weihnachtsgrüsse, Briefe
und mails, die uns gerade in den letzten Tagen erreicht haben. Es hat so
gut getan zu lesen und zu erfahren, wie es Euch so geht.
Wir möchten euch auch alle ganz herzlich grüßen
und euch ein wenig erzählen, wie es uns
hier geht:

Noemi,
unser kleinster Schatz (11 J.), …(zensiert) hat es nicht immer einfach
mit all den Großen in der Familie. Obwohl sie die „Kleinste“ ist in
der Familie, kann man viel von ihr lernen. Sie hat die Augen offen, wie
kein anderer und sieht Menschen, die sonst keiner sieht. Ihre
Barmherzigkeit beschränkt sich aber nicht nur auf Menschen. Einmal kam
sie mit ihrer Freundin und einem Straßenköter. Bevor wir es richtig
blickten, hatte sie den Hund in die Badewanne gepackt und ihm ein Bad
verpasst. Das ging uns natürlich etwas zu weit, aber so ist unsere Maus.
Sie schreibt Briefe und e-mails, wie kein anderer in der Familie, spielt
weiter ihre Querflöte, allerdings fällt es ihr schwer, sich auf die
Hausaufgaben zu konzentrieren. Durch Robin angesteckt, hat sie große
Fortschritte gemacht beim Skaten.
Ana
(14) spielt seit einiger
Zeit Gitarre (sehr zu Papas Freude). Schon im Oktober haben beide Mädels die Musikschule gewechselt.
In Sueca werden sie mit der Theorie nicht so gedrillt wie vorher und der
Weg ist nicht mehr so weit. Ana genießt es, wenn sie mit ihren
Freundinnen Zeit hat. Sie ist sehr verantwortlich und leidet immer, wenn
sie nicht alles schafft, was ihr vorgegeben ist. Seit einiger Zeit hilft
sie Conny im Kindergottesdienst und hat einfach eine tolle Gabe mit
Kindern umzugehen.
Robin
(16) ist glücklich, dass er einen Sponsor hat. Er muss sich endlich kein
Skateboard mehr selber kaufen, was früher immer sein größtes Problem
war. Es ist ihm wichtig, dass er beim Skaten auch irgend etwas von seinem
Glauben weitergeben kann. Er zieht sich meist ein T-Shirt an, dass etwas
von seinem Glauben ausdrückt. Leider hat er im Moment kaum Freunde, die
Christen sind. So ist er ein ziemlicher Einzelkämpfer. Er spielt weiter
Schlagzeug. In seiner Gruppe ist er allerdings etwas unterfordert, da der
Musikstil ohne große Variationen abläuft. Seit etwa 2 Monaten hat er
eine Bass Gitarre. Die erste Zeit hat er abends immer mit Philip zusammen
geübt, inzwischen spielen sie beide in der Gemeinde mit. Das ist einfach
Klasse und bereichert unseren Gottesdienst.
Philip
(18) hat schon einen großen Teil seines letzten Schuljahres hinter sich.
Die Examen sind bis jetzt ganz gut gelaufen, so dass er eigentlich sehr
zuversichtlich auf das Abi zugeht.
Seit
September ist er hinten ins Gästezimmer umgezogen, damit er mehr Ruhe hat
zu studieren. Der Sommer in Deutschland war für ihn geistlich sehr
wertvoll und hat ihn stark motiviert. Jeden Freitag geht er zum Schülerbibelkreis
und wenn es geht, besucht er seinen Freund Borja. Manchmal bleibt er bei
David und Inés zum Mittagessen. Sie machen die Schülerarbeit und sind für
ihn gute Vorbilder. Seit dem Sommer hat er auch gute Fortschritte gemacht
mit seiner Gitarre. Es ist etwas sehr Schönes, wenn man ihn hinten
spielen und singen hört in seinem Zimmer und noch schöner, wenn Robin
ihn begleitet. Für die beiden ist es vielleicht das letzte Jahr zusammen.
Philip hat sich für ein soziales Jahr in Brasilien beworben und was
danach sein wird, weiß noch keiner.
Conny hält weiter tapfer die Stellung. Sie hält
aber nicht nur das Chaos zusammen, sondern hat auch immer noch viele gute
Ideen. Einen Teil des neuen Musicals „Licht und Finsternis“ haben wir
schon aufgenommen und die Partituren fertig gemacht. Auch die Idee,
zusammen eine CD zu aufzunehmen, ist schon gut fortgeschritten. Allerdings
müsst ihr noch etwas Geduld haben, bis das alles fertig und auch zu hören
ist.
Vor
ein paar Wochen hatten wir ein Konzert im Stadtpark mit dem Gospel Chor
„Gloria“ von Valencia. Sergio, der Chorleiter fragte uns hinterher, ob
wir nicht die Verantwortung übernehmen könnten für einen neuen
Kinderchor, der Teil ist vom Coro Gloria. Die Idee dabei ist, dass wir in
Zukunft mehr zusammen arbeiten und auch neue Ideen und Projekte gemeinsam
vorbereiten und durchführen.
Im Januar soll es offiziell einen neuen Start geben.
Wir sind echt gespannt und freuen uns natürlich über
die Zusammenarbeit. Seit wir den Jugendchor im Juni aufgehört haben,
waren wir am Fragen, wie es für uns in diesem Bereich wohl weiter geht?
Seit
etwa einem Jahr haben wir eine Familie aus Santo Domingo (Dominikanische
Republik) in der Gemeinde. Lorenzo, der Vater, ist als Kind hier in Sueca
aufgewachsen, bevor sie vor vielen Jahren ausgewandert sind. Lorenzo und
Giselle waren vorher sehr aktiv in ihrer Gemeinde und sind ein großer
Segen nicht nur für die Gemeinde in Cullera, sondern auch für uns als
Familie. Vor drei Wochen mussten sie aus ihrem Haus in einem Nachbarort
ausziehen und wohnen seitdem hier in Sueca gleich um die Ecke. Ihre
Kinder, Diego und Lorena, gehen mit Noemi in dieselbe Schule. Wir möchten
uns mit ihnen gerne öfter zum Beten treffen und einen Hauskreis anfangen.
Wir sind gespannt auf alles was Gott tun wird.
Gott segne Euch mit seiner Kraft und Freude im
NEUEN JAHR !!
Viele liebe Grüsse

Andy
& Conny,
Philip,
Robin,
Ana
& Noemi